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Auf Santiago der grössten Insel von Kap Verde fing alles an. Die portugiesischen Entdecker gründeten mit Ribeira Grande, der heutigen Cidade Velha die erste Stadt in den Tropen.
Bald darauf begann hier das dustere Kapitel des Menschenhandels. Die Ribeira wurde zum grössten natürlichen Gefängnis der Geschichte. Tausende von Sklaven wurden hier zusammengepfercht und warteten auf den Abtransport. Wem es gelang zu fliehen, der versteckte sich in den unzugänglichen Berglandschaften der Insel. Bis zur Abschaffung der Slaverei waren die zwangsgetauften Menschen aus Afrika wichtigste und sehr gewinnbringende Handelsware. Fast alle Kapverdeaner sind seit dieser Zeit Katholiken.

In der Sklavenbucht machten aber auch berühmte Weltumsegler Halt, um Wasser und Lebensmittel zu bunkern und berüchtigte Piraten, welche die reiche Stadt brandschatzten und plünderten. Trotz einem Verteidigungsfort folgten weitere Überfälle, bis die Stadt so stark angeschlagen war, dass ihr Stern sank.
Das längst zerfallene Fort thront immer noch hoch über der Stadt und der Pranger auf dem Ortsplatz erinnert an den 400 Jahre dauernden Menschenhandel. Im Tal von Ribeira Grande wachsen nun Bananenpalmen, Zuckerrohr, Kokosnüsse und Mangos.

© Reisebüro Schellmann Urlaub KapVerden 16.02.2003